Impressum, Links, etc.

Sie sind hier: Home Aktuelle Blogs Administrator Schlafstörungen bei Demenzkranken und ihren Angehörigen

Anmelden für Newsletter

Immer wieder senden wir Neuigkeiten aus der Welt der Senioren und der Servicagenturen per Newsletter an Interessierte - melden Sie sich an!







26.06.2011 12:51:21
Schlafstörungen bei Demenzkranken und ihren Angehörigen

Behandlung von Schlafstörungen bei Angehörigen von Demenzkranken - angepasst an Eltern-Kind-Verhalten

Im Lauf der Demenz entwickeln viele der Erkrankten eine Störung des Tag-Nacht-Rhythmus. Das quält sie selbst meist weniger, als die Menschen in ihrem Umfeld. In Pflegeheimen sind vereinzelt Nacht-Cafés eingerichtet worden, doch meist ist hier das Nachtpflegepersonal auf sich gestellt. Patienten mit Demenz, die noch zuhause versorgt werden und Schlafstörungen entwickeln, verhindern damit oft (natürlich nicht absichtlich), dass ihre Angehörigen durchschlafen und die Kraft für den nächsten Tag sammeln. Es ist gut möglich, dass bestimmte Behandlungen und Einschlaftechniken, die für Eltern von Babys entwickelt wurden, die noch nicht durchschlafen, auch bei Demenzkranken und den sie pflegenden Angehörigen helfen würden. Zudem gibt es für Senioren mit Schlafstörungen - auch ohne Demenz - hilfreiche Verhaltenstherapeutische Maßnahmen, sodass der Einsatz von Schlafmitteln oder Beruhigungsmitteln seltener erforderlich wird.


 

Fast alle Senioren entwickeln Schlafstörungen - aber bei Demenz-Patienten und ihren Angehörigen ist es besonders schwerwiegend


In einer Untersuchung aller veröffentlichter Studien und Berichte zu diesem Thema kommen Gallagher und Kollegen zu der Erkrenntnis, dass möglicherweise die gleichen Techniken, die für gestresste junge Eltern anzuwenden sind, bei den Angehörigen von Demenzkranken helfen könnten. Allerdings - und das ist fast die wichtigere Botschaft - man weiß es nicht. Es gibt offenbar sehr wenig Berichte über die Anwendung solcher Techniken, sodass man nur spekulieren kann. Aber es scheint tatsächlich so zu sein, dass mit den geeigneten Strategien eine Verbesserung des Schlafes des Demenzkranken, aber vor allem des Angehörigen, die so unter Umständen bis zum Burnout getrieben werden, zu erreichen ist.

Therapien zur Behandlung der Schlafstörungen sind vor allem Medikamente - von den vielen effektiven anderen Behandlungen wissen Ärzte und Patienten oft nicht genug


Details zu Schlafverbesserungen - jenseits von den allüblichen und gern eingesetzten Schlafmitteln - finden sich auch im Leitfaden für die Seniorenbegleitung „Schlafstörung, Tagesmüdigkeit und Tag-Nach-Rhythmus-Umkehr“, der im September als ebook und print erscheint. Mit sehr kurzen, verhaltenstherapeutischen Maßnahmen lassen sich Schlafstörungen bei nicht-dementen Senioren ganz offensichtlich gut behandeln. Diese sind von Psychotherapeuten zunächst aufgeklärt worden über das Wesen des Schlafes und die Veränderungen von Schlaf im Alter, dann wurden Ihnen Tipps und Hinweise für angepasstes Schlafverhalten und die sogenannte Schlafhygiene mitgegeben und damit verbesserte sich tatsächlich ihr Schlaf deutlich. Das könnte bei den Angehörigen von Demenzkranken ebenfalls funktionieren - für die Demenzkranken selbst ist das eher nicht wahrscheinlich.  

Hilfe bei Schlafstörungen gibt es durch Verhaltenstherapie, Psychoedukation und erfahrene Ärzte


Als erster Schritt sind Schlafstrategien und Anpassungen an Tag-Nacht-Rhythmik des Betroffenen eine gute Lösung, um selbst ein bisschen Schlaf zu finden. Die einfachste Lösung hierbei ist es, „mit den Puppen“, also mit dem Patienten schlafen zu gehen und dann auch mit ihm wieder aufzustehen - selbst wenn es mitten in der Nacht ist. Es ist eine Illusion, durch strenge Regeln oder Abwehr die nächtlichen Aktitätsphasen zu unterbrechen. Hier ist eher von einem aufschaukeln der Aktivität und eventuell auch von Aggressivität auszugehen - und das sollte man nun wirklich vermeiden. Andere Schlaftipps für Angehörige und Demente in Kürze wieder hier in diesem Blog - und „in Echt“ für Hamburger Patienten im Neuropsychiatrischen Zentrum Hamburg (Altona oder Wilhelmsburg), die sich u.a. auf die Behandlung von Schlafstörungen und anderen Störungen bei Senioren spezialisiert haben.  

Literatur u.a.: Steiger Gallagher, Odenheimer, Kunik: Treating Sleep Problems in Dementia Caregivers Based on Parent-Child Interventions AM J ALZHEIMERS DIS OTHER DEMEN June 21, 2011 1533317511412048, first published on June 21, 2011


26.06.2011 18:28:58
Sehr spannend! Weiter so.

Antworten
 
Auf den Beitrag antworten
Benutzername:

E-Mail:

  Geben Sie den Text links ein:
 



IDOBlog - blog for joomla 1.5