Impressum, Links, etc.

Sie sind hier: Home Aktuelle Blogs Administrator Zuviel Salz im Essen erhöht Ihr Schlaganfall- und Herzinfarkrisiko

Letzte Blog-Eintragungen

Anmelden für Newsletter

Immer wieder senden wir Neuigkeiten aus der Welt der Senioren und der Servicagenturen per Newsletter an Interessierte - melden Sie sich an!







24.08.2011 07:27:56
Zuviel Salz im Essen erhöht Ihr Schlaganfall- und Herzinfarkrisiko

Immer wieder werden Diskussionen um den pathologischen Wert von zuviel Speisesalz im Essen in Fach- und Laienmedien ausgetragen. Nun schien es zunächst so, als ob mit einer aktuellen Meta-Analyse in der Cochrane-Datenbank ein aktueller Schlussstrich gezogen sei. Doch das ist nun wieder ganz anders - nur wenige Tage später.


Keine Auswirkung laut Meta-Analyse aus der Cochrane-Datenbank

In der Cochrane Library ist diese Meta-Analyse von Taylor und Kollegen veröffentlicht worden, gemäss der eine Einschränkung des Kochsalzkonsums die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität nicht reduzieren würde. Dieses Resultat wurde dann in den Laienmedien als neue Erkrenntnis stark verbreitet.
Immer hin haben die Meta-Analysten sieben Studien mit fast 6500 Probanden ausgewertet und letzten Endes bei einer Beobachtungszeit bis 12,7 Jahre keine Unterschiede festgestellt zwischen Salzkonsum und Salzrestriktion.

 

Leider falsch - zuviel Salz ist eben doch ungesund

 

Nun erfährt diese Meta-Analyse jedoch gut begründete Kritik. Zwei Forscher (He und MacGregor)des Wolfson Institute of Preventive Medicine in London haben die Publikation genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sich unter den berücksichtigten Studien eine befindet, die keine zuverlässige Information zum Salzkonsum vermitteln kann, da die berücksichtigten Patientinnen und Patienten mit massivsten Diuretika-Dosen (weit über 100 mg Furosemid täglich!) behandelt wurden. Normalerweise werden 20-40 mg Furosemid täglich behandelt und schon diese Dosierungen führen bei langem Gebrauch zu Verschiebungen der Elektrolytkonzentrationen im Blut. Noch deutlicher werden solche Verschiebungen, wenn man höhere Dosierungen verwendet und dass dann die Bestimmung des täglichen Salzkonsums (also die Zufuhr von Elektrolyten) nicht mehr zuverlässig ist, liegt auf der Hand.

Lässt man diese Studie weg, so kommt man zu einer gegensätzlichen Schlussfolgerung: eine Einschränkung des Salzkonsums reduziert die Häufigkeit von Herz-Kreislaufereignissen signfikant.

Anmerkung


Es ist nicht das erste Mal, dass in der Cochrane Library eine Arbeit veröffentlicht wird, die einer genaueren Überprüfung nicht standhält. Weder die Etikette "Cochrane-Analyse" noch die Bezeichnung "Meta-Analyse" garantieren sorgfältige wissenschaftliche Arbeit.

Wir sollten daher sowohl selbst auf Salz achten, als auch die Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren auf das Risiko von erhöhtem Salzkonsum hinweisen.


Literatur


Taylor RS, Ashton KE, Moxham T, Hooper L, Ebrahim S.: Reduced dietary salt for the prevention of cardiovascular disease.Cochrane Database Syst Rev. 2011 Jul 6;(7):CD009217.

He FJ, Appel LJ, Cappuccio FP, de Wardener HE, Macgregor GA.. Does reducing salt intake increase cardiovascular mortality? Kidney Int. 2011 Aug 3. doi: 10.1038/ki.2011.246.

He FJ, MacGregor GA.. Salt reduction lowers cardiovascular risk: meta-analysis of outcome trials. Lancet. 2011 Jul 30;378(9789):380-2.




Auf den Beitrag antworten
Benutzername:

E-Mail:

  Geben Sie den Text links ein:
 



IDOBlog - blog for joomla 1.5